Erleben & Genießen
Deutschland hat eine (Wein)Königin!
Bereisen Sie einfach ein Weinanbaugebiet nach dem anderen und folgen Sie Ihren geschmacklichen und landschaftlichen Vorlieben.
Jedes Jahr wird in Deutschland eine Weinkönigin mit zwei Prinzessinnen gewählt. Sie repräsentieren die dreizehn Weinanbaugebiete in der ganzen Welt. Eine spannende Zeit für das Trio! Wir wollten gerne mehr erfahren und haben Anna Zenz, Deutsche Weinkönigin 2025/2026, ein paar Fragen gestellt.
Was macht für Sie den besonderen Charakter der deutschen Weinlandschaften aus und warum lohnt es sich, sie zu bereisen?
Der besondere Charakter der deutschen Weinlandschaften liegt vor allem darin, dass jedes der 13 deutschen Weinanbaugebiete seine ganz eigene Identität hat. Landschaft, Klima, Böden und Rebsorten prägen jede Region auf unterschiedliche Weise und machen sie dadurch einzigartig. Gleichzeitig erwartet Besucherinnen und Besucher eine enorme Vielfalt: von steilen Weinbergen an Flusstälern über sanfte Hügellandschaften bis hin zu sonnenverwöhnten Regionen im Süden. Diese abwechslungsreichen Landschaften lassen sich hervorragend erkunden – sei es beim Wandern, Radfahren oder bei einer gemütlichen Tour durch die Weinorte.
Ein schönes Beispiel ist Franken mit seinen sogenannten Terroir-F-Punkten. Diese Aussichtspunkte machen die Besonderheiten von Landschaft und Böden für Besucher besonders anschaulich und erlebbar. An der Ahr wiederum steht der Spätburgunder im Mittelpunkt: Auf den steilen Schieferhängen findet er nahezu perfekte Wachstumsbedingungen und bringt dort charakterstarke Weine hervor. Auch Baden ist ein spannendes Beispiel – durch das wärmere Klima entstehen hier besonders kräftige Burgunderweine. Gleichzeitig ist die Landschaft mit ihren Weinbergen, Dörfern und Ausblicken unglaublich vielfältig.
Was für viele deutsche Weinregionen ebenfalls typisch ist: Man trifft überall auf herzliche Betriebe. Winzerinnen und Winzer nehmen sich Zeit, helfen bei der Weinauswahl und geben gerne Orientierung im Sortiment. Diese persönliche Atmosphäre macht einen Besuch besonders authentisch und angenehm.
Weinregion Mosel - Kappelle am Weinberg
©Deutsches Weininstitut GmbH (DWI)
Wenn jemand zum ersten Mal eine deutsche Weinregion besucht: Wie könnte ein perfekter Tag dort aussehen?
Die deutschen Weinanbaugebiete bieten ideale Bedingungen, um die Landschaft aktiv zu erkunden, zum Beispiel beim Wandern oder Radfahren. Viele Weinberge sind durch schöne Wege miteinander verbunden, oft mit beeindruckenden Ausblicken über Flusstäler und Rebhänge. Ein perfekter Tag könnte damit beginnen, eine Region auf eigene Faust zu erkunden, ob zu Fuß, mit dem Fahrrad oder auch mit dem Auto. Unterwegs lohnt es sich, spontan bei einem Weingut vorbeizuschauen. Dort kann man an einer Weinprobe teilnehmen, mit den Winzerinnen und Winzern ins Gespräch kommen und mehr über die Region, die Böden und die Weine erfahren.
Oft bekommt man dabei auch persönliche Tipps: Empfehlungen für weitere Weingüter, besonders schöne Aussichtspunkte oder gute Restaurants in der Umgebung. Meine Empfehlung ist daher, einfach offen zu sein und sich auf die Region einzulassen. Wer neugierig ist und spontan bleibt, wird in den deutschen Weinregionen fast automatisch eine tolle Zeit erleben.
Weinregion Baden: Der Kaiserstuhl
©Deutsches Weininstitut GmbH
Welche weniger bekannten Rebsorten aus Deutschland würden Sie Weinliebhabern besonders ans Herz legen?
Neben den bekannten Klassikern gibt es in Deutschland einige spannende Rebsorten zu entdecken. Ein schönes Beispiel ist Silvaner, der besonders gut zur leichten Küche passt und mit seiner Frische und Eleganz überzeugt. Auch die Scheurebe ist eine sehr interessante Rebsorte. Sie bringt oft aromatische Weine mit Noten von Grapefruit, Cassis oder exotischen Früchten hervor und überrascht viele Weinliebhaber mit ihrem ausdrucksstarken Profil. Eine weitere spannende, etwas weniger bekannte Rebsorte ist Auxerrois. Sie bringt meist sehr harmonische, eher milde Weine mit einer feinen Frucht und weichen Struktur hervor und ist besonders für Menschen interessant, die elegante und zugängliche Weißweine mögen.
Stuttgart: Weinreben der Stuttgarter Steillagen
©DZT (Leungmo)
Welche Begegnungen mit Winzerinnen und Winzern sind Ihnen besonders in Erinnerung geblieben?
Wenn man sich Zeit nimmt, merkt man schnell, wie viel Leidenschaft und persönliche Geschichte hinter einem Weingut steckt. Ich finde es immer wieder faszinierend, wenn man die Identität des Winzers auch in seinen Weinen schmecken kann. Wenn jemand von seiner Arbeit im Weinberg erzählt, von den Entscheidungen im Keller oder davon, was ihm bei seinen Weinen wichtig ist und man genau das später im Glas wiedererkennt. Solche Einblicke hinter die Kulissen machen einen Besuch im Weingut besonders spannend und bleiben mir immer gerne in Erinnerung.
Dürfen wir vorstellen? Ihre Hoheit, die Deutsche Weinkönigin 2025/26 und ihr Gespür für Wein!
In Deutschland wird jedes Jahr eine Weinkönigin gewählt, die während ihrer Amtszeit die dreizehn Weinanbaugebiete in der ganzen Welt präsentiert. Die Deutsche Weinkönigin 2025/2026 heißt Anna Zenz, kommt aus Ediger-Eller an der Mosel und hat Betriebswirtschaft studiert. Ihre Storys rund um den deutschen Wein findet man auf Instagram unter "germanwineambassadors".